Submission von Brandenburger Holz

Submission von Brandenburger Holz

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg lädt am 20. Januar 2021 zu seiner mittlerweile 31. Holzsubmission ein. Bei der Submission wird Brandenburger Laubholz nach schriftlichem Gebot meistbietend verkauft. In diesem Jahr sind die Gebotseröffnung und die Zuschlagserteilung wegen Corona nicht öffentlich. In der Landeswaldoberförsterei Chorin wird Wert- und Sägeholz aus dem Brandenburger Landeswald angeboten und an Kunden aus dem In- und Ausland verkauft.

Angeboten werden insgesamt 214 Stämme, überwiegend Eichen. 388 Kubikmeter Laubholz, davon 227 Kubikmeter hoch- und höchstpreisiges Wertholz und 161 Kubikmeter Sägeholz können beboten werden. Der größte Anteil fällt auf die Holzarten Eiche, daneben Esche und andere Laubhölzer.

Bei einer Submission wird jedem Stamm eine Information zugeordnet, welches die nötigen Angaben (Baumart, Länge, Durchmesser, Güteklasse, Herkunftsort, Zertifizierung) für die Holzverarbeitung enthält. Interessierte Bieter können den Angebotskatalog im Internet einsehen sowie die 214 Stämme auf dem vorbereiteten Platz in Chorin besichtigen. Ohne die Angebote der Mitbieter zu kennen, schicken die Holzkäufer ihre schriftlichen Angebote an den Landesbetrieb Forst Brandenburg. Am 20. Januar 2021 werden alle Angebote geöffnet, verglichen und es werden die Zuschläge an den jeweils Meistbietenden erteilt.

Schon seit dem 4. Januar 2021 können Bieter und Interessierte die Stämme auf dem Submissionsplatz in Chorin bis zum Submissionstermin besichtigen.

Wichtige Informationen sowie die Angebotskataloge und Formblätter zum Download im Internet unter: www.forst.brandenburg.de.

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg erntet im Landeswald jährlich rund eine Million Kubikmeter Rohholz, davon 385.000 Kubikmeter Sägeholz. Die zur Submission angebotenen Werthölzer stellen nur einen Bruchteil des jährlich in Brandenburg eingeschlagenen Holzes dar. Diese Spitzenqualitäten werden ausschließlich für die Herstellung hochwertiger Produkte wie Furniere, Möbel, Fenster und Türen eingesetzt. Das Holz aus dem Landeswald ist vollständig nach den Kriterien des PEFC – Siegels (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) für umweltschonende und nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert.

1,7 Mio für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse

Bessere Chancen für Waldumbau durch Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse – mit jährlich 1,7 Millionen Euro

Brandenburg unterstützt forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse von privaten und kommunalen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern weiterhin umfassend mit Fördermitteln. Die Förderrichtlinie wurde überarbeitet und auf die zurzeit schwierige Holzmarktlage angepasst.

Waldbesitzende, deren Waldflächen nur von geringer Größe oder sogar zersplittert sind und ungünstige Flächenformen aufweisen, haben gegenüber großen zusammenhängenden Waldflächen deutliche strukturelle Bewirtschaftungsnachteile. Um diese auszugleichen und eine gute Bewirtschaftung auch kleinflächigen Waldeigentums zu ermöglichen, fördern das Land Brandenburg und der Bund von der obersten Forstbehörde anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse jährlich mit rund 1,7 Millionen Euro.

Auch der dringend nötige Waldumbau der Kiefernreinbestände in klimastabile Mischbestände kann in diesen Gemeinschaften besser vorangebracht werden. Von den rund 100.000 Brandenburger Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern sind derzeit 16.200 in 272 Zusammenschlüssen organisiert und bewirtschaften rund 170.000 Hektar Wald.

Durch die Extremwettereignisse der letzten Jahre sind die Waldschäden durch Dürre oder Schädlingsbefall stark gestiegen. Durch die bundesweit hohen Mengen an Schadholz ist der Holzpreis europaweit eingebrochen. Die Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen haben häufig Probleme, Holz überhaupt noch verkaufen zu können. Um trotz der schwierigen Holzmarktlage möglichst vielen forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen die Inanspruchnahme von Förderungen zu ermöglichen, wurde die Zuwendungsvoraussetzung bezüglich der mindestens zu vermarktenden Holzmenge angepasst. Gefördert werden können folgende Maßnahmen: die Geschäftsführung, die Zusammenfassung des Holzangebotes, Informationen für Mitglieder und die Werbung neuer Mitglieder sowie Waldpflegeverträge.

Weitere Informationen zur Förderung und die neue Richtlinie finden Sie unter:

https://forst.brandenburg.de/lfb/de/struktur/forstliche-foerderung/foerderung-forstwirtschaftlicher-zusammenschluesse/

In Brandenburg besitzen zirka 93.000 Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen jeweils bis zu 10 Hektar Wald. Gerade dieser Waldbesitz ist prädestiniert, um gemeinsam in einem Zusammenschluss bewirtschaftet zu werden. Aber auch für größere Waldflächen kann diese Form der gemeinsamen Bewirtschaftung von Interesse sein. Der Landesbetrieb Forst berät alle Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen kostenfrei zu den unterschiedlichsten Möglichkeiten einer gemeinsamen Waldbewirtschaftung und informiert über die bereits bestehenden Zusammenschlüsse.

Derzeit bereitet die Waldbauernschule Brandenburg die Frühjahrsschulungen vor, die auch 2021 anders stattfinden werden, als gewohnt. Hier gibt es einen kleinen Einblick, wie sich unsere Referenten dieser Herausforderung stellen und zugleich Antwort auf eine konkrete Fachfrage: